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Russischer Milliardär Boris Beresowski gerät ins Visier der Moskauer Justiz

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Russischer Milliardär Boris Beresowski gerät ins Visier der Moskauer Justiz

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Die russischen Behörden haben offenbar Anklage gegen den im Londoner Exil lebenden Kremlkritiker Boris Beresowski erhoben. Das gab sein Anwalt bekannt. Demnach wirft Moskau Beresowski vor, in seiner früheren Heimat einen Staatsstreich gegen Präsident Wladimir Putin und seine Regierung geplant zu haben. Im April war in der britischen Zeitung “The Guardian” ein entsprechender Bericht erschienen. Beresowski selbst hatte alle derartigen Pläne bestritten. Eine offizielle Bestätigung für die Anklage lag zunächst nicht vor.

Beresowski wirft dem Kreml vor, für den Giftmord an Alexander Litwinenko im November des Vorjahres verantwortlich zu sein. Der ehemalige Geheimdienstler Litwinenko hatte zeitweise eng mit Beresowski zusammengearbeitet. In den 90er Jahren zählte Beresowski zu den Vertrauten des damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin. Er verhalf auch Wladimir Putin zum Präsidentenamt, überwarf sich aber bald darauf mit Putin und erhielt in Großbritannien politisches Asyl. Bislang hat London alle Auslieferungsbegehren Moskaus abgelehnt.