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Tote bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Polizei in Pakistan

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Tote bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Polizei in Pakistan

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In Pakistan sind bei Zusammenstößen zwischen Islamisten und Sicherheitskräften mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die paramilitärische Polizei bestätigte den Tod eines ihrer Männer: Er sei aus der Roten Moschee heraus erschossen worden, erklärte ein Sprecher.

Die Moschee in der Hauptstadt Islambad befindet sich seit Monaten in der Hand radikaler Kleriker und ihrer Koranschüler. Von der Moschee aus verübten die Islamisten regelmäßig Überfälle auf Einrichtungen, die sie als unsittlich ansehen – wie etwa Massagesalons und Internetcafes.

Die Zusammenstöße begannen, als Koranschüler eine neu errichteten Polizeiposten neben der Moschee stürmten und vier Sicherheitskräfte verschleppten. Über deren Verbleib wurde zunächst nichts bekannt. Die westlich orientierte Regierung Pakistans hatte auf ein gewaltsames Vorgehen gegen die Moschee bisher verzichtet aus Sorge, Extremisten würden daraufhin – wie angedroht – Selbstmordanschläge verüben. Bei den Zusammenstößen wurden mehrere hundert Menschen verletzt.