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Angst vor neuen Anschlägen sorgt in England vor Nervosität

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Angst vor neuen Anschlägen sorgt in England vor Nervosität

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Die Angst vor neuen Terroranschlägen löst in Großbritannien Chaos aus. Wegen eines liegen gelassenen Gepäckstücks wurde am Flughafen Heathrow ein Terminal geräumt. Rund einhundert Flüge fielen aus, tausende Passagiere mussten vor dem Gebäude warten. Inzwischen wurde es wieder geöffnet.

Im schottischen Glasgow, wo am Samstag ein Anschlag auf den Flughafen gescheitert war, wurde ein Anschlag auf einen Zeitungskiosk verübt. Der Besitzer stammt aus Asien, die Polizei vermutet daher ein rassistisches Motiv für die Tat. Zeugen hätten beobachtet, wie der Täter mit seinem Auto den Kiosk rammte und später in einem Taxi zurückkehrte und das Tatfahrzeug in Brand setzte. Viele Muslime in Großbritannien sind alarmiert. Sie befürchten Racheakte.

Daoud Abdullah vom Dachverband muslimischer Organisationen verurteilte die versuchten Anschläge der vergangenen Woche und sprach von der Verantwortung aller Muslime Großbritanniens, das zu tun.

Die Sicherheitskräfte reagieren in diesen Tagen nervös: In einer Londoner U-Bahnstation wurden verdächtige Feuerlöscher gesprengt. Am siebten Juli erfüllen sich zwei Jahre seit den Anschlägen in der britischen Hauptstadt, bei denen vier Selbstmordattentäter 52 Menschen mit den Tod rissen.