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Ausgangssperre nach Unruhen in Islamabad

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Ausgangssperre nach Unruhen in Islamabad

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In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist rund um die Rote Moschee eine Ausgangssperre verhängt worden. Bei schweren Zusammenstößen zwischen radikalen Koranschülern und Sicherheitskräften waren nach offiziellen Angaben mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 150 wurden verletzt. Mindestens ein Soldat und vier Koranschüler, sowie mehrere Zivilisten sollen unter den Toten sein.

Das Gotteshaus befindet sich seit Monaten in der Hand radikaler Kleriker und ihrer Koranschüler. Die Zusammenstöße begannen, als Koranschüler eine neu errichteten Polizeiposten neben der Moschee stürmten. Dabei verschleppten sie vier Sicherheitskräfte. Über deren Verbleib wurde zunächst nichts bekannt.

Pakistans Regierung hatte erklärt, dass sich in dem Gotteshaus Kämpfer der Terrororganisation Al-Kaida befänden. Wenn die Islamisten nicht aufgäben, würde das Militär eingreifen. Von einer Stürmung der Moschee hatten die Behörden bisher abgesehen, um die Schüler zu schützen.