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Die EU-Kommission und der Sex: Videoclip auf "EU-tube" sorgt für Aufregung

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Die EU-Kommission und der Sex: Videoclip auf "EU-tube" sorgt für Aufregung

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Sex, Sex und nochmals Sex – genau das bringt die EU nun in die Kritik. Dabei dauert der Clip, den die EU-Kommission auf ihrer Plattform “EU-Tube” veröffentlicht, gerade mal 45 Sekunden. Zu sehen sind Sexszenen aus Filmen europäischer Regisseure, mit denen für die Filmförderung der EU geworben werden soll. Der polnische Abgeordnete Maciej Giertych stößt sich vor allem daran, dass auch schwuler Sex gezeigt wird: “Das ist ganz offensichtlich Werbung für Sex in Filmen. Und nicht nur für heterosexuellen, natürlichen, normalen Sex sondern auch für den homosexuellen Lebensstil. Und das darf natürlich nicht beworben werden.”

Weitaus gelassener sieht das der französische Internetnutzer Benjamin Borie. “Die EU macht so viele langweilige oder konventionelle Dinge, die nur eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen erreichen”, meint er. “Es ist klar, dass solche Clips vielleicht schockieren, aber gleichzeitig können sie wirklich die Botschaft transportieren.” Auch die EU-Kommission reagiert wenig aufgeregt. Film habe mit Emotionalität zu tun, sagt Kommissionssprecher Martin Selmayr: “Alle diese Filme laufen jeden Tag in jedem europäischen Land im Fernsehen oder im Kino. Das unterscheidet Europa von den USA. Wir können die erotische Liebe im Kino zeigen. Sie ist ein integraler Bestandteil der erfolgreichsten europäischen Filme.”

Immerhin: Der Clip wurde in zwei Wochen mehr als 280.000 Mal angeklickt. Und die EU kann sich freuen, dass ihre Internet-Plattform “EU-tube” nun plötzlich populär wird – ganz ohne Werbung.