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Hunderte Koranschüler ergeben sich

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Hunderte Koranschüler ergeben sich

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Nach schweren Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften haben sich Hunderte von Koranschülern in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ergeben. Mehrere Tausend sollen sich jedoch noch in den Gebäuden und der Roten Moschee befinden. Der oberste geistliche Führer der Moschee, Abdul Aziz, wurde bei dem Versuch, sich als Frau verkleidet davon zu machen, festgenommen.

Bei den Kämpfen zuvor waren mindestens 21 Menschen getötet und rund 150 verletzt worden. Der pakistanische Präsident Pervez Muscharraf bietet jedem Koranschüler, der die Waffen niederlegt, umgerechnet 60 Euro für die Reise in die Heimat und Straffreiheit an.

Etwa 700 Frauen und Männer sind bislang dem Aufruf nachgekommen. Die Schulen gelten als Brutstätte islamistischen Terrors. Der stellvertretende Schulleiter Abdul Raschid Ghazi betonte, er bilde keine Terroristen, sondern gute Muslime aus. Die Schulen sollen Verbindungen zu den Taliban in Afghanistan und zum Terrornetz El Kaida unterhalten.