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Hunderte Koranschüler ergeben sich in Islamabad

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Hunderte Koranschüler ergeben sich in Islamabad

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In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben sich Hunderte von Studenten an zwei Koranschulen friedlich ergeben, nachdem ein Ultimatum zur Niederlegung der Waffen abgelaufen war. Die pakistanische Armee hatte nach den schweren Auseinandersetzungen am Montag die Gebäude umstellt. Vor Ablauf der Frist sah es zunächst so aus, als bereiteten sich die Soldaten darauf vor, die Rote Moschee und die beiden daran angeschlossenen Koranschulen im Stadtzentrum zu stürmen. Die Gegend um die Moschee und alle Straßen nach Islamabad wurden abgeriegelt.

Die beiden Koranschulen haben zusammen etwa 5000 Studierende. Die Schulleitung soll Verbindung zu den Taliban in Afghanistan unterhalten. Der stellvertretende Leiter der Koranschulen, Abdul Rashid Ghazi, sagte, er kapituliere nicht vor dem Militär, sondern auf Ratschlag muslimischer Gelehrter.

Bei den Kämpfen zwischen Koranschülern und Sicherheitskräften waren mindestens 21 Menschen getötet und rund 150 verletzt worden. Die Auseinandersetzungen hatten begonnen, als bewaffnete Koranschüler versuchten, eine in der Nähe gelegene Polizeistation anzugreifen.