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Pakistan: Erneut heftige Gefechte zwischen Koranschülern und Sicherheitskräften

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Pakistan: Erneut heftige Gefechte zwischen Koranschülern und Sicherheitskräften

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Die Lage in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bleibt angespannt. Soldaten nahmen zahlreiche Koranschüler fest: Rund 1200 von ihnen hatten sich freiwillig ergeben. Nach wie vor aber sollen sich bis zu 900 bewaffnete Studenten und Studentinnen in den beiden Koranschulen bei der Roten Moschee aufhalten. Die Sicherheitskräfte beschossen das Gelände der Schulen mit Tränengasgranaten und rückten mit gepanzerten Truppentransportern vor. Eines der Tore der Moschee wurde gesprengt. Vorerst wurde der abgeriegelte Bereich jedoch nicht gestürmt. Der festgenommene Leiter der Moschee, Maulana Abdul Aziz, rechtfertigte sich für seinen mißlungenen Fluchtversuch. Er hatte sich als Frau verkleidet. Damit habe er das Leben der anderen in der Moschee retten wollen, sagte er.

Laut den Behörden starben 16 Menschen bei den Gefechten zwischen Koranschülern und Sicherheitskräften. Augenzeugen hingegen berichteten von mindestens 24 Todesopfern und mehr als 200 Verletzten. Die Zusammenstöße hatten am Dienstag begonnen, als radikale Koranschüler eine Kontrollstelle der Polizei nahe der Moschee stürmten.