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Zinserhöhung in London - Status quo in Frankfurt

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Zinserhöhung in London - Status quo in Frankfurt

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Die Bank von England hat erneut an der Geldschraube gedreht. Die Notenbank erhöhte den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 5,75 Prozent. Das war die fünfte Anhebung seit August des vergangenen Jahres.

Damit erhöhte sich der Zinsabstand zu den anderen wichtigen Währungsräumen. In der Eurozone ließ die EZB alles beim alten. Der Leitzins bleibt unverändert bei vier Prozent.

Die Bank von England begründete ihre Zinserhöhung mit der Sorge vor einer anhaltend hohen Inflation. Dies führte in der Londoner City zu der Annahme, es werde bis zum Jahresende mindestens eine weitere Zinsanhebung folgen.

Davon gehen auch Investoren in der Eurozone aus.
Zwar hielten die Frankfurter Währungshüter das Zinsniveau stabil, aber damit kann in den kommenden Monaten nicht mehr gerechnet werden.
Grund ist der kräftige Wirtschaftsaufschwung und die damit verbundenen Inflationsgefahren.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet deutete eine Zinserhöhung im Herbst an, ohne sich indes schon im Vorhinein festlegen zu wollen. Die Notenbank werde die Risiken für die Preisstabilität genau im Auge behalten.

Knapp über der Vier-Prozent-Marke ist der Zins nach Expertenansicht auf einem neutralen Niveau.
Das heißt, die Wirtschaft wird dadurch weder gedämpft noch angeschoben. Die EZB sieht indes in der zweiten Jahreshälfte ein deutliches Anziehen der Teuerungsrate. Steigende Löhne und der Mangel an Fachkräften trieben die Preise in die Höhe.