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Der Ölpreis nähert sich seinem Allzeithoch

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Der Ölpreis nähert sich seinem Allzeithoch

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Der Ölpreis hat sich zum Wochenausklang weiter seinem historischen Rekordniveau genähert. Mit rund 76 Dollar pro Barrel Nordsee-Brent war er nur noch zweieinhalb Dollar von seinem Allzeithoch entfernt. Der Markt leidet insgesamt an einem Druck auf der Angebotsseite und gleichzeitig steigender Nachfrage. Zur Hauptreisezeit muss die Veredelungsindustrie mehr Benzin anbieten.

Seit 2004 sind die Durchschnittspreise für Brent gestiegen: von knapp 35 Dollar über 52 bis 69 Dollar im Vorjahr. Dieser Trend dürfte nach Einschätzung von Analysten mittelfristig anhalten.
Die OPEC-Staaten seien nicht in der Lage, die Nachfrage zu befriedigen, meint Ray Carbone von der New Yorker NYMEX. Es sei keine Überraschung, wenn der Preis noch weiter klettere.

In der Tat sehen viele Experten die OPEC an der Grenze ihrer Kapazität angelangt. Das Kartell hält sich daher an seine selbst auferlegten Förderkürzungen und weigert sich offiziell, mehr zu produzieren. Dazu kommt die politisch instabile Lage in Nigeria. Gewaltakte, Entführungen und Streiks auf den Ölfeldern sorgen derzeit für Lieferschwierigkeiten.

Schließlich kommen die Raffinerien in den USA nicht mehr mit der Nachfrage mit. Die überraschend starken Lagerbestände, die diese Woche gemeldet wurden, konnten die Märkten nicht beruhigen.