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Angeblich ausländische Kämpfer unter Moscheebesetzern in Pakistan

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Angeblich ausländische Kämpfer unter Moscheebesetzern in Pakistan

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In Pakistan verdichten sich Hinweise darauf, dass eine dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestehende Gruppe die Rote Moschee in Islamabad besetzt hat. Präsident Pervez Muscharraf forderte die Koranschüler zur bedingungslosen Kapitulation auf. Sie würden getötet, sollte die Armee die Moschee stürmen müssen. Der Anführer der Besetzer, der radikale Prediger Abdul Rashid Ghazi, kündigte an, man werde bis zum Tod kämpfen. Nach Angaben des pakistanischen Religionsministers, Idschass al-Haq, sind Usbeken, Araber und Tschetchenen unter den Besetzern. Entgegen anderslautender Angaben befänden sich in der Moschee noch 200 bis 500 Männer und Frauen. Frauen und Mädchen seien in einem gesonderten Block eingesperrt. Die Koranschüler hätten angekündigt, dass diejenigen, die versuchten zu fliehen, erschossen würden.
Unterdessen wurde der bei dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag getötete Kommandeur der pakistanischen Sicherheitskräfte beerdigt. Sie hatten erneut Löcher in eine Mauer der Moschee gesprengt, um den Festgehaltenen Fluchtwege zu eröffnen. An dem Begräbnis nahm auch Präsident Muscharraf teil. Er sieht von einer Erstürumg derzeit noch ab, weil die Islamisten Frauen und Kinder als – so wörtlich – “menschliche Schutzschilde” missbrauchten. Sprecher der Moschee behaupteten, allein bei den Gefechten am Sonntag seien 300 Koranschüler ums Leben gekommen. Das Militär wies das zurück. Nach Regierungsangaben wurden bei den Gefechten bislang insgesamt 24 Menschen getötet. Seit Freitag verließen etwa 20 Koranschüler das Gelände. Bei der Erstürmung einer nahegelegenen Medrese seien 50 Koranschüler festgenommen worden.