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Erneut viele Tote bei Anschlägen im Irak

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Erneut viele Tote bei Anschlägen im Irak

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Wie nach einem Erdbeben oder einem Wirbelsturm sieht es hier aus: Aber es war ein einziger Mensch, der diese Zerstörung angerichtet hat. In dieser Siedlung, die zum nordirakischen Tus Churmatu
gehört, hat er sich auf einem belebten Markt mit seinem Lastwagen voll Sprengstoff in die Luft gejagt.

Erst jetzt, am Tag danach, wird das ganze Ausmaß deutlich: 150 Tote, das ist inzwischen die offizielle Zahl. Nach wie vor suchen aber auch noch Rettungskräfte in den Trümmern nach Überlebenden; viele Häuser sind zerstört, noch werden zwanzig Menschen vermisst.

Dazu die vielen Verletzten – die Zahl der Toten wird noch steigen. Dieser Anschlag wäre dann der schlimmste überhaupt im Irak, seit die amerikanischen Truppen dort vor mehr als vier Jahren einmarschiert sind. Nur der Anschlag von Tal Afar im März mit seinen 152 Toten war ähnlich verheerend.

Und auch an diesem Tag geht die Gewalt weiter: In der Hauptstadt Bagdad explodiert eine Autobombe
in einer belebten Einkaufsstraße. Sechs Menschen sterben, dazu zwei weitere bei einem anderen Anschlag.

Mehr als zwanzig Menschen werden außerdem getötet, als in der Nähe von Bagdad ein Selbstmordattentäter sein Auto gegen einen Lastwagen fährt. Auf dem LKW waren fünfzig junge Männer, die gerade vorher erst in die Armee eingetreten waren.