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Israel will 250 militante Palästinenser freilassen

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Israel will 250 militante Palästinenser freilassen

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Die israelische Regierung hat grundsätzlich der Freilassung von 250 palästinensischen Häftlingen zugestimmt. Nach der heutigen Kabinettssitzung wurde bekannt, dass unter ihnen möglicherweise erstmals auch Gefangene sein könnten, die Anschläge verübt haben oder am Kampf gegen Israel beteiligt waren. Wohnungsbauminister Zeev Boim schränkte allerdings ein, Aktivisten der Hamas kämen nur frei, wenn es im Gegenzug zu einer Vereinbarung über den im Gazastreifen entführten Soldaten Gilad Schalit komme. Olmert hatte Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas die Freilassung der Häftlinge am 25. Juni beim Gipfel von Scharm al-Scheich zugesagt. Die israelische Regierung will damit Abbas und seine Fatah unterstützen, die von der islamistischen Hamas im Gazastreifen besiegt worden ist. Die genaue Zusammensetzung der Häftlingsliste steht noch nicht fest. In israelischen Gefängnissen sind noch rund 10.000 Palästinenser inhaftiert – unter ihnen viele, die ohne echten Prozess in sogenannter Administrativhaft sitzen. Freigelassen werden sollen nun vornehmlich Anhänger der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Abbas. Anhänger swre islamistischen Hamas und des Islamischen Dschihad sind offenbar nicht darunter. Zuletzt hatte Israel im Jahr 2005 500 palästinensische Gefangene freigelassen.