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Letzte Verhandlungschance um die Rote Moschee - Musharraf ernennt Unterhändler

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Letzte Verhandlungschance um die Rote Moschee - Musharraf ernennt Unterhändler

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Im Kampf um die Rote Moschee in Islamabad setzt Pakistans Staatschef General Pervez Musharraf weiter auf eine unblutige Lösung. Er beauftragte den früheren Premierminister Chaudhry Shujaat Hussain, mit den Extremisten zu verhandeln. In dem Gotteshaus halten sich bewaffnete Islamisten verschanzt. Seit einer Woche liefern sie sich Gefechte mit Sicherheitskräften, die das Gebäude abgeriegelt haben. Seit Beginn der Kämpfe sind nach offiziellen Angaben mindestens 24 Menschen getötet worden. Medienberichten zufolge könnte die Zahl der Opfer aber weit höher liegen.

Über eintausend Koranschüler haben das Gebäude bereits verlassen können. Es wird jedoch befürchtet, dass sich noch mehrere hundert Frauen und Kinder in der Moschee befinden. Auf einem am Morgen einberufenen Strategietreffen erklärte Musharraf, oberstes Ziel sei jetzt, die sich noch in der Moschee befindenden Frauen und Kinder zu retten.

In den pakistanischen Stammesgebieten haben tausende Menschen gegen eine Stürmung des Gotteshauses demonstriert. Radikale Muslime drohten mit Selbstmordanschlägen, sollten die Behörden militärisch eingreifen.