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Russland droht indirekt mit Veto im Weltsicherheitsrat bei Abstimmung über Kosovo

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Russland droht indirekt mit Veto im Weltsicherheitsrat bei Abstimmung über Kosovo

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Russland hat indirekt mit einem Veto im Weltsicherheitsrat bei einer Abstimmung über die Zukunft der südserbischen Krisenprovinz Kosovo gedroht. Jede Resolution, die Belgrad ablehne, schaffe es nicht, das Gremium zu passieren, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Russlands Position sei bekannt, sie entspreche dem internationalen Recht, so Lawrow, und basiere nicht auf irgendwelchen künstlichen, intellektuellen Konstrukten. Eine Entscheidung über den völkerrechtlichen Status des Kosvo sei nur möglich, wenn beide Seiten, Belgrad und Pristina, sich darüber einig seien. Das Kosovo wird fast ausschließlich von Albanern bewohnt. Seit dem Krieg im Jahr 1999 wird die Region von den Vereinten Nationen verwaltet. Der Weltsicherheitsrat verhandelt derzeit über den Plan des UN-Sondergesandten Martti Ahtisaari. Er sieht eine international überwachte Unabhängigkeit des Kosovo vor. Der kosovarische Minsterpräsident Agim Ceku sicherte zu, die Region werde ihre Unabhängigkeit nicht einseitig erklären. Die Regierung des Kosovo forderte die USA indes auf, ein konkretes Datum für die Unabhängigkeit der Provinz zu nennen.