Eilmeldung

Eilmeldung

Vier Schuldsprüche zu gescheiterten Anschlägen in London - Strafmaß steht noch aus

Sie lesen gerade:

Vier Schuldsprüche zu gescheiterten Anschlägen in London - Strafmaß steht noch aus

Schriftgrösse Aa Aa

In Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Bombenanschlägen von London sind vier Männer schuldig gesprochen worden. Die Muslime aus afrikanischen Einwandererfamilien hatten nach Ansicht der Geschworenen die Attentate geplant, mit denen sie die Terroranschläge vom 7. Juli kopieren wollten. Kurz nach der Tat waren insgesamt sechs Verdächtige festgenommen worden. Das Urteil über zwei von ihnen steht noch aus, ebenso wie das Strafmaß.

Am 21. Juli 2005, nur zwei Wochen nach den verheerenden Anschlägen vom 7. Juli mit 52 Todesopfern, waren vier Rucksackbomben in drei U-Bahnen und einem Bus in London gefunden worden. Allerdings waren die Bomben nicht explodiert, nur die Zünder detonierten. Verletzt wurde niemand. Vor sechs Monaten hatte der Prozess unter strengesten Sicherheitsvorkehrungen vor einem Geschworenengericht in London begonnen. Laut der Staatsanwaltschaft waren die Täter keine “hastigen Nachahmer”. Sie hätten ihre Tat schon lang vor dem 7. Juli geplant, hieß es, und beabsichtigt, mit den Bomben maximalen Schaden anzurichten. Die sechs Angeklagten hingegen bestritten ihre Schuld und erklärten, die Bomben seien bloße Attrappen und als Protest gegen den Irak-Krieg gedacht gewesen. Die Angriffe hatten in ganz Großbritannien Panik ausgelöst.