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China: Drastische Maßnahmen nach Gesundheitsskandalen

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China: Drastische Maßnahmen nach Gesundheitsskandalen

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In China ist der ehemalige Chef der Nahrungs- und Arzneimittelaufsicht hingerichtet worden. Zheng Xiaoyu wurde vorgeworfen, Bestechungsgelder von Pharmaunternehmen angenommen zu haben. Deswegen seien nur unzureichend getestete Medikamente auf den chinesischen Markt gelangt, an denen mindestens zehn Menschen gestorben sind.

Mit dem ungewöhnlich scharfen Urteil will die chinesische Justiz ein Zeichen gegen Korruption setzen. Die Behörden waren bemüht, die Skandale der letzten Zeit herunterzuspielen: Alle Fachbereiche hätten Maßnahmen ergriffen, um die Qualität der Nahrung zu kontrollieren und um die Sicherheit der Nahrung während der Olympischen Spiele in Peking zu gewährleisten.

Das Image ist stark angekratzt: Im Mai hatte Costa Ricas Gesundheitsbehörde vor chinesischer Zahnpasta gewarnt, die zum Teil mit einem tödlichen chemischen Produkt verseucht war. Zudem hatte die chinesische Überwachungsbehörde in der vergangenen Woche 20 Prozent aller chinesischen Konsumprodukte als unterdurchschnittlich bewertet.