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Islamabad: Prominenter Islamist bei Erstürmung der "Roten Moschee" erschossen

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Islamabad: Prominenter Islamist bei Erstürmung der "Roten Moschee" erschossen

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Beim Sturm auf das Gelände der Roten Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ist der Co-Leiter der Moschee, Abdul Rashid Ghazi, getötet worden. Wie das pakistanische Innenministerium mittteilte, wurde der radikale Prediger erschossen. Ghazi war einer der prominentesten Islamisten in Pakistan. Er predigte Tausenden Koranschülern den Heiligen Krieg, betrachtete Selbstmordanschläge als legitim und forderte die Verankerung der Scharia in Pakistan.

Die Armee hatte den Moscheekomplex am Dienstag morgen gestürmt und sich heftige Kämpfe mit den militanten Islamisten geliefert. Diese verschanzten sich im Keller oder bezogen auf den Minaretten Stellung. Noch Stunden nach der Erstürmung durchsuchten Soldaten das weiträumige Gelände nach Extremisten. Nach Angaben des Militärs wurden bei den schwersten Kämpfen in der Geschichte Islamabads 50 Islamisten und acht Soldaten getötet. Die Zahl der Verletzten wurde nicht genannt. Rund 80 Koranschüler und -schülerinnen seien befreit worden, hieß es – wobei freilich unklar blieb, wie viele der Studenten gewaltsam von den Islamisten festgehalten wurden und wie viele sich freiwillig in der seit einer Woche belagerten Moschee aufgehalten hatten.