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Regierungstruppen stürmen Rote Moschee in Islamabad

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Regierungstruppen stürmen Rote Moschee in Islamabad

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In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben Regierungstruppen mit der Erstürmung der Roten Moschee begonnen. Sie lieferten sich schwere Kämpfe mit den in dem Gebäudekomplex verschanzten Islamisten. Nach eigenen Angaben haben die Sicherheitskräfte das Areal weitgehend unter Kontrolle. 50 Islamisten seien getötet worden, 19 hätten sich ergeben und 24 seien festgenommen worden. Etwa 20 Kindern sei während des Einsatzes die Flucht gelungen. Die Sicherheitskräfte rückten nun in die Kellerräume der Moschee vor und suchten dort nach Geiseln.

Die islamitischen Koranschüler seien schwer bewaffnet, sagte General Wahid Arshad. Aus Sorge um das Leben der Geiseln, unter denen zahlreiche Frauen und Kinder seien, gingen die Soldaten sehr zurückhaltend vor. Die Rote Moschee liegt im Zentrum Islamabads. Der Komplex besteht aus mehr als 70 Einzelgebäuden, was ihn unzugänglich und unübersichtlich macht. Seit Beginn der Besetzung vor einer Woche wurden mehrere Dutzend Menschen getötet, nach Angaben der Moscheeverwaltung mehr als 300. Die Sicherheitskräfte wiesen diese Zahl zurück. Über das Schicksal und die Zahl der verbliebenen Geiseln gibt es keine zuverlässigen Angaben. Der Anführer der Islamisten, Abdul Rashid Ghazi, wurde aufgefordert, sich zu ergeben. Ghazi hatte einen “Kampf bis zum Märtyrertod” angekündigt.