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Schuldsprüche nach Londoner Anschlagsversuchen

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Schuldsprüche nach Londoner Anschlagsversuchen

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Ein Gericht in London hat vier Männer schuldig gesprochen, die vor knapp zwei Jahren in der britischen Hauptstadt Anschläge verüben wollten. Die Höhe der Strafe steht noch aus, ebenso wie das Urteil gegen zwei weitere Angeklagte in diesem Fall. Die Suche nach den Männern war die aufwändigste Fahndung in der britischen Geschichte. In einer spektakulären Aktion wurden zwei von ihnen in einer Londoner Wohnung von Einsatzkräften überwältigt. Einer wurde sogar in Rom festgenommen.

In dem Fall geht es um die Anschlagsversuche vom 21. Juli 2005, nur zwei Wochen nach den verheerenden U-Bahn-Anschlägen mit mehr als fünfzig Toten. Die Männer stiegen diesmal ebenfalls mit Rucksackbomben in U-Bahnen und einen Bus. Dabei explodierten aber nur die Zünder. Niemand wurde verletzt. Sie selber bestreiten ihre Schuld. Nach ihrer Darstellung waren die Bomben nur Attrappen und ein Protest gegen den Irakkrieg.

Die Angeklagten stammen aus Ostafrika, lebten aber schon lange in Großbritannien. Ihr Anführer hatte ein Ausbildungslager für Terroristen in Pakistan absolviert. Fast alle waren auch bei einem solchen Lager in England selbst beobachtet worden, nur ein Jahr vor den gescheiterten Anschlägen.