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Sturm auf besetzte Moschee in Pakistan

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Sturm auf besetzte Moschee in Pakistan

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Beim Sturm auf die seit einer Woche belagerte Rote Moschee im Zentrum Islamabads sind mindestens 23 Menschen getötet worden – nach Angaben eines Sprechers der pakistanischen Armee mindestens 20 islamistische Besetzer. 50 weitere seien festgenommen worden. Lokale Krankenhäuser meldeten den Tod von mindestens drei Soldaten. Sechs weitere seien verletzt worden.

Über das Schicksal hunderter Frauen und Kinder in der Gewalt der Extremisten ist noch nichts bekannt. 20 Kindern soll während des Angriffs die Flucht gelungen sein. Die Rote Moschee liegt im Zentrum der pakistanischen Hauptstadt. In den angeschlossenen Koran schulen studierten nach Angaben der Moschee-Lei tung vor den jüngst ten Unruhen 11 000 junge Männer und Frauen.

Die pakistanischen Sicherheitskräfte hatten den Angriff auf die Moschee begonnen, nachdem Verhandlungen mit dem Anführer der Extremisten, dem radikalen Prediger Abdul Rashid Ghazi,
gescheitert waren.

Der pakistanische Informationsminister Mohammed Ali Durrani: “Wir haben auf Seiten der Regierung alles nur Mögliche getan und wir sind wirklich enttäuscht über das Verhalten der anderen Seite.”

Seit Beginn der Kämpfe sind nach offiziellen Angaben mindestens mehrere Dutzend Menschen getötet worden. Ein Sprecher der Moscheeverwaltung sprach von mehr als 300 Toten. Am Sonntagabend wurden in Peshawar drei Chinesen von mutmaßlichen Anhängern der Moschee-Besetzer erschossen.

In den Wochen vor der Besetzung hatten Koranschüler unter anderem mehrere Chinesinnen entführt, denen sie Prostitution vorwarfen. China ist ein enger Verbündeter Pakistans.