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Bulgarische Krankenschwestern zwischen Bangen und Hoffen

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Bulgarische Krankenschwestern zwischen Bangen und Hoffen

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Der Oberste Richterrat Libyens will über eine mögliche Begnadigung der bulgarischen Krankenschwestern und des palästinensischen Arztes beraten. Am kommenden Montag soll darüber entschieden werden, ob die Todesstrafe in eine Haftstrafe umgewandelt wird. Diese könnten die Verurteilten in ihrer Heimat verbüßen.

Am Vormittag hatte das Oberste Gericht Libyens erneut die Todesstrafen bestätigt. Nach acht Jahren Haft war es der letzte Berufungsprozess. Den Verurteilten wird vorgeworfen, in einem libyschen Krankenhaus mehr als vierhundert Kinder vorsätzlich mit dem Aids-Virus infiziert zu haben. Mehr als fünfzig dieser Kinder sind inzwischen gestorben. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und die EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner besuchten vor einem Monat die inhaftierten Krankenschwestern und den Arzt.
Bei der libyschen Führung hatte Steinmeier auf eine rasche Freilassung gepocht.Experten hatten den Aids-Ausbruch auf die schlechte Hygiene in dem Krankenhaus zurückgeführt. Das Verfahren sorgt weltweit für Empörung.EU- Justizkommissar Franco Frattini verurteilte das Gerichtsurteil scharf