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EU-Gericht: Brüssel muss an Elektrokonzern Schneider Schadenersatz zahlen

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EU-Gericht: Brüssel muss an Elektrokonzern Schneider Schadenersatz zahlen

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Der französische Elektrokonzern Schneider erhält für eine von Brüssel verbotene Fusion Schadenersatz.
Mit diesem Urteil des EU-Gerichts Erster Instanz endete in Luxemburg ein Jahre langer Rechtsstreit.
Über den konkreten Betrag soll später entschieden werden.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten 2001 die Fusion von Schneider Electric mit dem Branchenkollegen Legrand wegen drohender Marktbeherrschung untersagt. Dabei habe die EU-Kommission die Verteidigungsrechte von Schneider verletzt, urteilten die Richter. Brüssel kann innerhalb von zwei Monaten Berufung beim Europäischen Gerichtshof einlegen.

Das Gericht Erster Instanz hatte das Fusionsverbot bereits 2002 gekippt. Schneider, im wesentlichen in der Verteiling von Elektrizität aktiv, gab jedoch die Übernahme auf und verkaufte die Legrand-Anteile.
Allerdings zu einem weit geringeren Preis als es diese Anteile einst erworben hatte. Wegen dieses Verlustes klagte Schneider auf Schadenersatz.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten die Fusion von Schneider Electric und Legrand wegen drohender Marktbeherrschung in Frankreich und sechs anderen EU-Ländern verboten. Die Kommission befürchtete eine übermächtige Stellung bei der Verteilung von Strom und der Kontrolle von elektrischen Leitungen in Häusern und Fabriken.