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Kosovo: Ministerpräsident drängt auf schnelle Lösung

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Kosovo: Ministerpräsident drängt auf schnelle Lösung

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In den festgefahrenen Kosovo-Verhandlungen sucht die EU einen Weg aus der Sackgasse. Aus Diplomatenkreisen verlautete, die EU wolle offenbar das Kosovo einseitig anerkennen, wenn es bei weiteren Verhandlungen keinen Fortschritt gebe.

EU, USA und Vereinte Nationen stehen hinter dem Plan des UN-Vermittlers, der eine überwachte Unabhängigkeit für das Kosovo vorsieht. Die kosovarischen Führer werden langsam ungeduldig. Auf ihrem Treffen mit EU-Chefdiplomat Javier Solana in Brüssel forderte Ministerpräsident Agim Ceku eine Frist, um das Statut der südserbischen Provinz endgültig zu regeln.

Den Plan über eine überwachte Unabhängigkeit für das Kosovo lehnt Serbien strikt ab. Es kann auf die Unterstützung Russlands zählen, das mit seinem Veto im Sicherheitsrat droht. Zwei Resolutionen sind deswegen bereits gescheitert. Eine dritte, an der noch gearbeitet wird, sieht 120 zusätzliche Verhandlungstage vor, um einen Kompromiss zu finden. Falls es erneut zu einer Niederlage kommt, würde die EU das Kosovo also auch einseitig anerkennen – was vermutlich Folgen für die Stabilität in der Region und für die Beziehungen zu Russland hat.