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Letztes Urteil für ausländische Krankenschwestern

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Letztes Urteil für ausländische Krankenschwestern

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Im Fall der bulgarischen Krankenschwestern in Libyen soll heute ein weiteres Urteil fallen. Für die fünf Schwestern und einen palästinensischen Arzt ist es nach acht Jahren in Haft der letzte Berufungsprozess. Das Oberste Gericht Libyens muss über ihre Todesstrafen urteilen. Allerdings gibt es jetzt eine überraschende Wendung: Die libysche Ghaddafi-Stiftung, die im Streit um Entschädigungen vermittelt, hat nach eigenen Angaben eine Einigung erreicht, zwischen Europäischer Union und den Familien der Kinder.

Der Weg wäre damit frei für eine Begnadigung. Bestätigt das Gericht heute trotzdem die Todesstrafen, könnte ein weiteres Gremium sie noch in Haft umwandeln, vielleicht sogar die Angeklagten nach Bulgarien ausweisen.

Die Mediziner sollen in einem Krankenhaus mehr als vierhundert Kinder mit dem Aids-Virus infiziert haben. Mehr als fünfzig dieser Kinder sind inzwischen gestorben. Fachleute verweisen aber auf schlechte hygienische Zustände in dem Krankenhaus
und darauf, dass der Aidserreger schon lange vorher dort aufgetreten war.