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Verschärfte Sicherheit nach Sturm auf Moschee

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Verschärfte Sicherheit nach Sturm auf Moschee

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Nach der Erstürmung der Roten Moschee von Islamabad hat die pakistanische Regierung die Sicherheit im ganzen Land verschärft. Als Grund nennt sie mögliche Racheakte von Islamisten. Beim Sturm auf die Moschee und ihre Koranschulen wurden viele Menschen getötet. Genaue Zahlen sind aber nicht zu erfahren, Reporter und Kameras werden inzwischen auf Abstand gehalten.

Ein Militärsprecher sagt, der Einsatz dauere noch an. Als ein Teil der Koranschule geräumt wurde, sei in einem Keller der Anführer der Islamisten mit einigen seiner Männer getötet worden. Der Anführer, das war der radikale Geistliche Abdul Rashid Ghazi. Er und sein Bruder leiteten die Moschee und die Koranschulen. Sein Bruder wurde aber schon letzte Woche festgenommen. Er hatte versucht zu fliehen, getarnt als Frau in einem Burka-Gewand.

Die Armee spricht von acht toten Soldaten und mindestens fünfzig Opfern auf der Gegenseite. Wahrscheinlich sind es unter den Islamisten aber noch viel mehr: Völlig unklar ist, wieviele überhaupt noch auf dem Moscheegelände waren. Unter ihnen könnten auch noch viele Frauen und Kinder gewesen sein.

In einigen Orten kam es zu Kundgebungen; in der Stadt Multan protestierten Koranschüler gegen den Angriff auf die Moschee und gegen Staatspräsident Pervez Musharraf. Musharraf hat sich den Zorn der Islamisten zugezogen, weil er die USA im Kampf gegen den Terrorismus unterstützt.