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EU will neuen Dialog zwischen Serben und Kosovo-Albanern

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EU will neuen Dialog zwischen Serben und Kosovo-Albanern

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Die Europäische Union setzt sich für einen neuen Dialog zwischen Serben und Kosovo-Albanern über den künftigen Status des Kosovo ein. Bei einem Besuch des französischen Außenministers Bernard Kouchner in Belgrad sicherte ihm der serbische Außenminister Vuk Jeremic zu, dass seine Regierung zu neuen Gesprächen bereit sei. Diese müssten zu einem Kompromiss und zu Stabilität in der Region führen. Den Plan der Vereinten Nationen, der eine international kontrollierte Unabhängigkeit der Provinz vorsieht, lehnen Serbien und Russland ab. Auch Russland solle in die Gespräche miteinbezogen werden, sagte Kouchner. Wenn man sich dem Dialog aber verweigere, wenn die eine Seite nach Unabhängigkeit rufe und die andere diese ablehne, dann müsse der Plan des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari angewendet werden. Belgrad bietet den Kosovo-Albanern nur weitgehende Autonomie an. Russland hat mit seinem Veto im Weltsicherheitsrat gedroht. Die Provinz wird von rund zwei Millionen Albanern und etwa 100.000 Serben bewohnt.