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Gazprom arbeitet bei Erschließung von Schtokman-Gasfeld mit französischer Total zusammen

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Gazprom arbeitet bei Erschließung von Schtokman-Gasfeld mit französischer Total zusammen

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Die französische Mineralölgesellschaft Total wird gemeinsam mit Gazprom das Schtokman-Gasfeld erschließen. Nach langen Verhandlungen wählte der russische Energieriese die Franzosen als wichtigsten Partner aus, teilte Gazprom in Moskau mit. Ferner würden sich amerikanische und norwegische Gesellschaften beteiligen.

Der Mehrheitsanteil von 51 Prozent an dem Vorkommen im Nordpolarmeer bleibe aber bei Gazprom. Diese Beteiligung könne aber noch weiter ausgebaut werden. Total übernimmt 25 Prozent. Im Rahmen der im Westen kritisierten Nationalisierung des russischen Energiemarktes hatte der Kreml im Vorjahr entschieden, Schtokman nicht einem internationalen Konsortium zu übertragen, sondern Gazprom.

Schtokman gilt als eines der weltgrößten Erdgasfelder und enthält Schätzungen zufolge zwischen 3200 und 3700 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Das ist nach Angaben von Gazprom anderthalb mal so viel, wie Russland in den vergangenen 30 Jahren nach Europa geliefert hat. Ab 2013 soll von dem Vorkommen in der Barentssee Gas über die noch zu bauende Ostseepipeline nach Deutschland gepumpt werden. Ein Jahr später soll der Transport von Flüssiggas per Schiff in die USA beginnen.