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In Islamabad werden Opfer begraben

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In Islamabad werden Opfer begraben

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Nach dem Sturm der pakistanischen Armee auf die Rote Moschee in Islamabad werden die Opfer begraben. Auch der getötete Islamisten-Füher Abdul Rashid Ghazi wurde beigesetzt. An der Bestattung nahmen nach Augenzeugenberichten mehr als 2000 Menschen teil. Nach Angaben eines Militärssprechers wurden bisher 73 Tote aus dem Gebäudekomplex geborgen. Nach Augenzeugenberichten soll es aber Hunderte von Opfern gegeben haben. Das Gelände sei mit Leichen übersät. Weiter unklar ist, ob unter den Toten auch Frauen und Kinder sind. Pakistanische Medien mutmaßten, dass die genaue Opferzahl zurückgehalten werde, da sie für Empörung in der Bevölkerung sorgen würde. Die pakistanische Armee kontrolliert weiterhin den Komplex rund um die Rote Moschee.

Unterdessen hat das Terrornetzwerk El Kaida zum Aufstand gegen den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf aufgerufen. In einer Videobotschaft bezeichnete die Nummer zwei der Terrororganisation Eiman al-Sawahiri die Erstürmung als kriminellen Akt. Am Mittwoch demonstrierten in Pakistans größter Stadt Karachi mehrere Hundert Islamisten gegen die Erstürmung der Roten Moschee. Die Protestierenden forderten die Freilassung der dabei festgenommenen radikalen Koranschüler.