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Katholische Kirche von Los Angeles schließt Rekordvergleich

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Katholische Kirche von Los Angeles schließt Rekordvergleich

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Eine stolze Kirche – ein riesiger Skandal. Fast eine halbe Milliarde Euro will die katholische Kirche von Los Angeles nun zahlen – an Menschen, die von Priestern des dortigen Erzbistums sexuell missbraucht worden sein sollen.

Für morgen war der erste von fünfzehn Prozessen angesetzt. Die Anklage wollte sogar den Erzbischof in den Zeugenstand des Gerichts rufen. Das bleibt dem Kardinal nun aber wohl erspart. Nun wird es darum gehen, ob der Richter den Vergleich zwischen beiden Seiten billigt.

Der Opferverband zeigt sich froh, betont aber auch, es gehe nicht um das Geld. Kein Beschluss und kein
Urteil befreie die Opfer vom Schmerz, sagt eine Vertreterin. Kein Geld bringe den Kindern von damals ihre verlorene Kindheit zurück.

Diese Fälle reichen zurück bis in die vierziger Jahre, mehr als fünfhundert Menschen hatten sich der Klage angeschlossen. Derartige Prozesse haben sich in den USA gehäuft. Speziell in Kalifornien trug dazu ein Gesetz bei, das die Verjährung solcher Taten aussetzte.

Die jetzige Entschädigungssumme übertrifft aber bei weitem alles, was von der katholischen Kirche in den USA je gezahlt wurde. Das Erzbistum von Los Angeles will nun Grundstücke verkaufen. Für den größeren Teil der Summe war es aber versichert.