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EU-Minister kritisieren geplante Reform für Weinmarkt

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EU-Minister kritisieren geplante Reform für Weinmarkt

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Während europäische Weinbauern in Brüssel gegen die Reform des europäischen Weinmarktes protestierten, kamen die EU-Agrarminister zu ihren Beratungen zusammen. Bei der Reform geht es um die Streichung von Subventionen. Die 27 Minister waren geteilter Meinung angesichts des Vorhabens der Kommissarin Mariann Fischer Boel: So zeigten sich Deutschland und Frankreich am kritischsten, Italien und Spanien am offensten.

Deutschland stellte sich beispielsweise gegen das geplante Verbot, dem Wein Zucker zuzufügen, um den Alkoholgehalt zu erhöhen – für viele deutsche Weinbauern angesichts des nördlichen Klimas eine unverzichtbare Praxis. Die EU-Kommission will Subventionen streichen und 13 Millionen Hektoliter Überschuss nicht mehr destillieren. Von den 1,3 Milliarden Euro, die die EU jährlich für den Wein ausgibt, dient mehr als die Hälfte dazu, Überschüsse von Billigweinen zu beseitigen. Das Maßnahmenpaket zielt darauf ab, die Überproduktion billiger Weine vor allem im Süden der EU zu stoppen. Die Winzer sollen angesichts zunehmenden Drucks aus Übersee die Qualität steigern, um wettbewerbsfähiger zu werden.