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Mehr als 80 Tote bei Anschlägen auf Kurden im Irak

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Mehr als 80 Tote bei Anschlägen auf Kurden im Irak

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Bei mehreren Bombenanschlägen sind in der nordirakischen Stadt Kirkuk mindestens 85 Menschen getötet worden. Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen explodierte vor einem Kulturzentrum der Partiotischen Union Kurdistans (PUK), der Partei von Staatspräsident Dschalal Talabani. Außerdem wurden ein Büro der kurdischen Sicherheitskräfte sowie mehrere Geschäfte und Autos zerstört. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden mehr als 180 Menschen verletzt, viele von ihnen schwer.

Kurz darauf explodierten in der Stadt zwei Autobomben. Eine weitere Bombe konnte rechtzeitig entschärft werden.

Kirkuk liegt im irakischen Kurdengebiet. Die etwa 250 Kilometer nördlich von Bagdad gelegene Stadt gilt vielen Kurden als “Herz Kurdistans”. Sie wollen Kirkuk in das kurdische Autonomiegebiet im Nordirak eingliedern. Die meisten Araber und Turkmenen, die in der multi-ethnischen Stadt leben, lehnen das jedoch ab. In diesem Jahr soll ein Referendum darüber entscheiden.

Der heutige Anschlag war der schwerste gegen Kurden im Irak seit mehr als drei Jahren.