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Reaktorabschaltung in Nordkorea bestätigt

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Reaktorabschaltung in Nordkorea bestätigt

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Nordkorea hat seinen umstrittenen Kernreaktor Yongbyon tatsächlich abgeschaltet. Das haben die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde jetzt bestätigt.

Der Reaktor gehört zu einem Anlagenkomplex, in dem Nordkorea auch Plutonium für Kernwaffen herstellt. Letztes Jahr überraschte das kommunistische Land mit einem ersten Atomwaffenversuch. Die Abschaltung geht zurück auf ein Abkommen mit den Nachbarländern und den USA vom Februar.

Der Chef der Atombehörde, Mohammed El-Baradei, sagt, man überprüfe nun auch die Stillegung der anderen Anlagen. Vielleicht schon morgen könne man sagen, dass alle fünf Anlagen abgeschaltet seien.

Einen Monat wird es dann etwa dauern, bis die Inspektoren alles versiegelt haben und Messgeräte zur Überwachung installiert worden sind. Der amerikanische Sondergesandte ist trotzdem noch vorsichtig: Er rechne weiter mit Problemen, sagt Christopher Hill; er habe schließlich nie gedacht, dass schon dieser erste Schritt bis Juli dauern würde – aber lieber spät als nie.

Das lag vor allem an der langwierigen Freigabe eines Kontos im Ausland. Inzwischen kann Nordkorea wieder über das Geld verfügen. Außerdem kam eine erste Öllieferung aus Südkorea; eine zweite ist nach dortigen Angaben unterwegs. Mehr ist im Gegenzug für die Reaktorabschaltung versprochen, dazu weitere Hilfen und Erleichterungen.