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Tote bei schwerem Erdbeben in Japan

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Tote bei schwerem Erdbeben in Japan

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Mindestens sieben Menschen sind bei dem schweren Erdbeben in Japan ums Leben gekommen; mehr als achthundert wurden verletzt.

Betroffen war auch das Kernkraftwerk Kashiwazaki, das größte der Welt: Hier geriet ein Trafo in Brand, drei der sieben Reaktoren schalteten sich nach Angaben des Betreibers automatisch ab; die anderen standen wegen Wartungsarbeiten ohnehin still.

Inzwischen teilte die Firma auch mit, aus einem der Reaktoren sei radioaktives Wasser
ausgetreten. Es habe sich um anderthalb Liter gehandelt, die ins Meer geflossen seien. Auf die Umwelt habe das keine Auswirkungen.

Das Erdbeben hatte die Stärke 6,8; später versetzten starke Nachbeben die Menschen erneut in Schrecken. Das Zentrum lag in der Provinz Niigata im Nordwesten. Aber auch noch in der Hauptstadt Tokio schwankten Häuser, rund zweihundertfünfzig Kilometer entfernt.

Im Erdbebengebiet selber sind nach bisherigen Angaben einige hundert Häuser zerstört. Zehntausende sind aber ohne Strom, ohne Gas oder ohne Wasser, vor allem in der Hunderttausend-Einwohner-Stadt Kashiwazaki. Wie lange dieser Zustand dauern wird, ist unbekannt.

Knapp achttausend Menschen flüchteten aus ihren Häusern und brachten sich in Notunterkünften in Sicherheit. Etwa hundert solcher Anlaufstellen wurden eingerichtet.

Gerade erst vor drei Jahren gab es in der gleichen Gegend ein Erdbeben. Damals starben allerdings 65 Menschen. Weite Teile der Stadt Niigata waren 1964 bei einem starken Beben verwüstet worden.