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Begnadigung für zum Tode verurteilte Bulgarinnen in Libyen erwartet


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Begnadigung für zum Tode verurteilte Bulgarinnen in Libyen erwartet

Der oberste Richterrat in Libyen nimmt an diesem Dienstag seine Beratungen über die Begnadigung der in einem Aids-Prozess zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern und eines palästinensischen Arztes wieder auf. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten die Kinder absichtlich mit dem HI-Virus infiziert. Experten hatten dies widerlegt. Der oberste Richterrat hatte entgegen ursprünglicher Ankündigungen am Montag nicht über den Fall beraten.

Das Gremium könnte die ursprünglich 2004 verhängten Todesstrafen außer Kraft setzten, sie in Haftstrafen umwandeln oder sie bestätigen. Die Todesstrafen waren Ende 2006 und am letzten Mittwoch erneut bestätigt worden. Die verurteilten Frauen und der Arzt werden seit Februar 1999 in Libyen festgehalten.

Eine Einigung mit den Familien der an Aids erkrankten Kinder hatte den Weg für eine Begnadigung bereits geöffnet. Die Vereinbarung sieht eine finanzielle Abfindung im Wert von 726 000 Euro für jedes an Aids erkrankte Kind vor. Sie soll dem obersten Richterrat vorgelegt werden.

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