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Erdogan setzt vor Parlamentswahl Konkurrenten unter Druck

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Erdogan setzt vor Parlamentswahl Konkurrenten unter Druck

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Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan will die Parlamentswahl am kommenden Sonntag zur Abstimmung über seine politische Zukunft machen. Sein Ziel sei, erneut allein die Regierung zu stellen. Sollte das seiner islamisch-konservativen Partei AKP nicht gelingen, werde er sich aus der Politik zurückziehen. Damit drohte der Ministerpräsident auf einer Wahlkampfveranstaltung in der südwesttürkischen Stadt Isparta. Erdogan rief außerdem seine Konkurrenten dazu auf, es ihm gleich zu tun. Auch sie sollten sich im Falle einer Wahlniederlage zurückziehen.

In der Türkei wählen am kommenden Sonntag gut 42 Millionen Stimmberechtigte ein neues Parlament. Erdogan’s AKP werden dabei Chancen eingeräumt, auf mehr als 40 Prozent der Stimmen zu kommen. Vor knapp fünf Jahren konnte die damals neu gegründete Partei mit einem ähnlichen Ergebnis fast zwei Drittel der Sitze erobern. Als einziger weiterer Partei gelang damals der Republikanischen Volkspartei CHP der Einzug ins Parlament. Ihr Vorsitzender Deniz Baykal gilt als Hauptkonkurrent von Erdogan. Aber auch die Nationale Bewegung von Devlet Bahceli könnte diesmal den Sprung ins Parlament schaffen. Die nationalistische Partei war vor viereinhalb Jahren an der Zehn-Prozent-Hürde gescheitert.