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Giftwolke nach Chemie-Zugunglück in der Ukraine

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Giftwolke nach Chemie-Zugunglück in der Ukraine

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Nach einem schweren Zugunglück droht in der Westukraine eine Umweltkatastrophe. Bei dem Unfall gerieten mehrere Waggons mit Phosphor in Brand. Etwa 20 Menschen atmeten giftige Gase ein und mussten in einem Militärkrankenhaus behandelt werden. Rund 800 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums bestand aber keine Lebensgefahr.

Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Lwiw, deutsch Lemberg. Der aus Kasachstan stammende Güterzug war auf den Weg nach Polen. Der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Alexander Kusmuk sprach von einem Desaster. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer inzwischen unter Kontrolle bringen. Eine riesige Giftwolke bedroht aber 14 Dörfer nahe der Unglükcksstelle. Dort leben etwa 11.000 Menschen. Gelber Phosphor ist hoch giftig. Er wird vor allem in Düngemitteln und militärisch für Brandbomben und Leuchtspurmunition genutzt.