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Japanisches Kernkraftwerk bleibt abgeschaltet

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Japanisches Kernkraftwerk bleibt abgeschaltet

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Nach dem schweren Erdbeben in Japan darf das Kernkraftwerk Kashiwasaki, das größte der Welt, vorerst nicht wieder ans Netz. Bei dem Beben geriet ein Trafo in Brand. Die Reaktoren wurden automatisch abgeschaltet, aber gut ein Liter radioaktives Wasser trat aus.

Außerdem stürzten etwa hundert Fässer mit schwach radioaktivem Abfall um; dabei lösten sich einige Deckel. Dazu kommt noch, so ein Regierungsvertreter, dass die Reaktoren für Beben dieser Stärke gar nicht gebaut sind.

Dabei war es schon das zweite derartige Beben in diesem Gebiet innerhalb von drei Jahren; beide hatten die Stärke 6,8. Neun Menschen starben diesmal, rund tausend wurden verletzt. In
Kashiwasaki lag das Zentrum; darüber hinaus war besonders die ganze nordwestliche Provinz Niigata betroffen, auf der Hauptinsel Honshu.

Einige hundert Häuser sind zerstört, Zehntausende Haushalte sind ohne Strom, Gas oder Wasser. Rund zwölftausend Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften. Ein Mann hier sagt, ihm sei dabei unwohl; er wisse nicht, was mit seinem Haus sei.
Von den Behelfstoiletten spricht diese Frau; unbequem zu benutzen, meint sie.

Armee und Behörden verteilen Wasser und Lebensmittel. Die Behörden versuchen jetzt vor allem, die Wasserversorgung schnell wieder herzustellen. Viele Menschen könnten dann aus den Notunterkünften schon wieder nach Hause zurück.