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Spannungen zwischen Moskau und London steigen

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Spannungen zwischen Moskau und London steigen

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Die Ausweisung von vier russischen Diplomaten aus Großbritannien ist in Moskau auf scharfe Kritik gestoßen. Sie war der vorläufige Höhepunkt in der Affäre um die Ermordung des russischen ex-Agenten Alexander Litwinenko, der im vergangenen Jahr in London vergiftet worden war. Der Sprecher des russischen Außenministeriums, Mikhail Kamynin, bezeichnete die Ausweisungen als “unmoralisch”.

Man müsse in London eigentlich wissen, dass solche Provokationen der britischen Behörden nicht unbeantwortet bleiben würden und ernsthafte Konsequenzen für das russisch-britische Verhältnis nach sich zögen. Großbritanniens Premierminister Gordon Brown sagte bei einem Besuch in Berlin, eine unabhängige Untersuchungskommission habe die Festnahme und Auslieferung einer bestimmten Person verlangt, damit sie der Justiz übergeben werden könne.

Die Weigerung Russlands, die Notwendigkeit der Kooperation in dieser Sache anzuerkennen, habe zu den jetzigen Schritten geführt. Er habe keinerlei Entschuldigung und erwarte so schnell wie möglich Klärung. Russland hatte es abgelehnt, den Verdächtigen Andrej Lugowoi an Großbritannien auszuliefern. Nach Auffassung der britischen Staatsanwaltschaft hat er Litwinenko im November vergangenen Jahres mit radiokativem Polonium vergiftet.

Großbritannien erklärte am Montag, es werde vier Diplomaten der russischen Botschaft in London ausweisen. Außerdem sollen Verhandlungen über Visa-Erleichterungen ausgesetzt werden.