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USA wollen Abbas den Rücken stärken

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USA wollen Abbas den Rücken stärken

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US-Präsident George W. Bush hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Konflikt mit der islamistischen Hamas seine volle Unterstützung zugesagt. Bush bekräftigte, dass es Ziel der US-Politik sei, einen palästinensischen Staat zu schaffen, der mit Israel in Frieden lebe. Er sagte Abbas umfangreiche finanzielle Hilfe zu. In diesem Jahr würden die USA den Palästinensern mit mehr als umgerechnet fast 140 Millionen Euro beistehen; das Geld sei unter anderem für humanitäre Aufgaben im Gazastreifen bestimmt.

Das Territorium wird seit den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas von der Hamas beherrscht; nur im Westjordanland übt die Fatah von Palästinenserpräsident Abbas noch die Kontrolle aus. Die Hamas wies unterdessen den US-Vorschlag zurück, für den Herbst eine internationale Friedenskonferenz einzuberufen. Sie diene lediglich dazu, die Position Israels zu stärken und den Druck auf Abbas zu erhöhen und damit die Spaltung der Palästinenser zu vertiefen. Auch Israel ist bemüht, Abbas den Rücken zu stärken. In Jerusalem kam Ministerpräsident Ehud Olmert mit dem Palästinenserpräsidenten zusammen. Bereits gestern hatte Israel erklärt, rund 180 gesuchte Fatah-Kämpfer würden nicht weiter verfolgt.