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Bulgarien bemüht sich um Überstellung der begnadigten Krankenschwestern aus Libyen

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Bulgarien bemüht sich um Überstellung der begnadigten Krankenschwestern aus Libyen

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Die Umwandlung der Todesurteile gegen fünf bulgarische Krankenschwestern und einen Arzt in lebenslange Haftstrafen in Libyen ist in der bulgarischen Öffentlichkeit begrüßt worden. Nun bemüht sich Sofia um eine rasche Überstellung der Verurteilten. Nach Angaben des Außenministeriums wurde ein entsprechendes Schreiben des bulgarischen Generalstaatsanwalts an die libyschen Behörden geschickt.

Bei den Bemühungen um die Überstellung der Verurteilten will Bulgarien in Zusammenarbeit mit den EU-Partnern vorgehen. Die bulgarische EU-Kommissarin Meglana Kuneva (die in der Kommission für den Verbraucherschutz zuständig ist) erklärte, sie könne keine Ruhe finden, solange die Verurteilten sich nicht wieder auf EU-Territorium befänden. EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner erklärte, die von der Europäischen Union angebotene finanzielle Hilfe sei kein Lösegeld. Vielmehr handele es sich um humanitäre Hilfe, die von Ärzten und Computerfachleuten geleistet werde, und um die entsprechende Ausrüstung.
Die Beschuldigten 400 libysche Kinder absichtlich mit dem Aids-Virus angesteckt haben.
Unabhängige Experten beurteilten die Vorwürfe als falsch.