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Furcht vor Giftwolke nach Chemieunglück in der Ukraine

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Furcht vor Giftwolke nach Chemieunglück in der Ukraine

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Nach dem schweren Phosphor-Unglück in der Ukraine fürchten Nachbarländer, von einer nach Süden treibenden Giftwolke erreicht zu werden. Anfang der Woche waren in der Westukraine 15 Eisenbahn-Waggons mit jeweils 50 Tonnen hochgiftigem Phosphor entgleist und teilweise in Brand geraten.

Vize-Ministerpräsident Alexander Kusmuk verglich das Unglück mit der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl 1986. Damals hatte eine radioaktive Wolke weitere Bereiche Europas erreicht, heute fürchtet sich vor allem Rumänien vor der Phosphorwolke. Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Lwiw (deutsch Lemberg). Nach offiziellen Angaben war ein etwa 90 Quadratkilometer großes Gebiet betroffen.
Einwohner wurden aufgefordert, keine Milch zu trinken und keine landwirtschaftlichen Produkte zu essen sowie nicht in Gewässern zu baden. Mehr als eintausend Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Die Zahl der Verletzten stieg nach offiziellen Angaben auf etwa 70.