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Londoner Exilrusse Beresowski sollte ermordet werden

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Londoner Exilrusse Beresowski sollte ermordet werden

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Die britische Polizei hat einen Mann festgenommen, der hinter dem angeblichen Mordkomplott gegen den Exilrussen Boris Beresowski stecken soll. Nach Angaben von Scotland Yard wurde der Verdächtige bereits im vergangenen Monat festgenommen.

Beresowski hatte zuvor erklärt, er sollte vor kurzem in London ermordet werden. Er sei von der Polizei vor drei Wochen über einen Mordplan informiert und angewiesen worden, Großbritannien zu
verlassen. Vor einer Woche habe ihn die Polizei erneut angerufen und ihm gesagt, es bestehe keine Gefahr mehr, er könne zurückkehren.

Beresowski hatte schon mehrmals von Mordversuchen gegen ihn berichtet und erklärt, der Kreml stecke hinter der Vergiftung des russischen Ex-Agenten Alexander Litwinienko in London und wolle nun auch ihn umbringen. In Moskau erklärte ein Sprecher von Präsident Putin, man müsse die Ergebnisse der laufenden Untersuchung abwarten, doch sollte ein Russe hinter dem Litvinenko-Mord stecken, werde er in Russland verurteilt werden. Die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien sind derzeit wegen des Litwinenko-Mords stark belastet. Moskau weigert sich, den Verdächtigen Andrej Lugowoi auszuliefern, London will nun russische Diplomaten ausweisen.