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Umweltkatastrophe nach Zugunglück in der Ukraine

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Umweltkatastrophe nach Zugunglück in der Ukraine

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Bei einem schweren Zugunglück in der Ukraine sind mehrere Waggons mit hochgiftigem gelbem Phosphor in Brand geraten. Dabei wurden 20 Menschen verletzt. Nach Angaben der Regierung war das Unglück nahe der Stadt Lwiw, den einstigen Lemberg, in der Westukraine die größte Umweltkatastrophe seit der Explosion im Kernreaktor Tschernobyl 1986.

Bei dem Unfall waren aus noch unbekannter Ursache 15 Waggons entgleist. Danach trat das lebensgefährliche Phosphor aus. Etwa 800 Menschen mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Eine Gaswolke breitete sich über eine Fläche von 90 Quadratkilometern aus. Etwa 11.000 Menschen in 14 Dörfern seien gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt gewesen. Die giftigen Phosphordämpfe können zu Kollaps, Koma und tödlicher Atemlähmung führen. Die EU hat nach eigenen Angaben noch keine Hilfsaufruf erhalten, die Situation sei unter Kontrolle.