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Afghanischer Rebellenführer Hekmatyar will angeblich Kampf einstellen

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Afghanischer Rebellenführer Hekmatyar will angeblich Kampf einstellen

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Der afghanische Rebellenführer Gulbuddin Hekmatyar will angeblich seinen Kampf gegen die Regierung in Kabul einstellen: Ein afghanischer Fernsehsender zeigte eine anscheinend von Hekmatyar unterzeichnete Erklärung, in der es heißt, die Kämpfer der “Hezb-i-Islami” würden keine afghanischen Brüder mehr töten; stattdessen würden sie sich nun politisch betätigen.
Hekmatyar war in den Siebziger Jahren als radikaler Islamist bekannt und wurde Hoffnungsträger des Westens im Krieg gegen die sowjetischen Besatzer. In den Neunziger Jahren war er zweimal Ministerpräsident des Landes. Seine Rebellenbewegung kämpfte sowohl gegen die Taliban als auch gegen deren Nachfolger an der Macht, die Regierung von Hamid Karzai. Im März vergangenen Jahres erklärte Hekmatyar, er wolle Karzai nun unterstützen.

Unterdessen bemüht sich das deutsche Außenministerium weiter um zwei vermutlich entführte Deutsche. Nach Angaben des afghanischen Innenministeriums wurden sie in der Provinz Wardak gekidnappt. Ein Sprecher der Taliban erklärte, diese hätten mit dem Vorfall nichts zu tun.