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China setzt erneut zum Sprung an

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China setzt erneut zum Sprung an

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Das asiatische Land könnte Deutschland bereits in diesem Jahr als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ablösen. Im abgelaufenen Quartal wuchs die Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Landes der Erde um elf Komma neun Prozent. Es ist die höchste Wachstumsrate seit elf Jahren. 2004 noch betrug sie 9,5, ein Jahr später bereits 10,4 Prozent. Der Boom, der vor allem auf Investitionen und Exporte zurückgeht, führte dazu, dass China 2005 Großbritannien als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ablöste. Die Versuche des kommunistischen Regimes, das Wachstum abzubremsen, zeigen so gut wie keine Wirkung. “Die Wirtschaft wächst beständig und schnell”, sagte ein Sprecher der Nationalen Statistik-Behörde in Peking. “Qualität setzt sich immer mehr durch, während das Wachstum für die Menschen von immer größerem Nutzen ist.” Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in China liegt bei rund 1.400 Euro. Damit beträgt es nur etwa sechs Prozent des deutschen Niveaus.

Experten sind sich darüber einig, dass die Zentralbank bald neue Schritte unternehmen wird, um die Geldversorgung der Wirtschaft einzudämmen. Die Währungshüter haben in diesem Jahr bereits fünf Mal die Mindestreserve-Pflicht für Geschäftsbanken verschärft.