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EU verlängert Fangverbot für Sardellen im Golf von Gascogne

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EU verlängert Fangverbot für Sardellen im Golf von Gascogne

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Der Fang von Sardellen im Golf von Gascogne bleibt bis auf weiteres verboten. Das entschied der Fischereiausschuss der EU-Kommission. Zwar hätten sich die Anschovis-Bestände mit geschätzten 30 000 Tonnen verglichen mit den 18 640 Tonnen vom vergangenen Frühjahr etwas erholt.

Der kommerzielle Fang würde das Überleben des Fischs aber gefährden. Für die betroffenen Fischer gebe es staatliche Hilfen. Die Fangrechte teilen sich Frankreich und Spanien; Spanien verfügt über 90 Prozent, Frankreich über zehn Prozent von ihnen. Die Agrarminister der beiden Länder haben bereits mehrere Male über das Problem beraten. Spanien unterstützt das Fangverbot. Frankreichs Ressortchef Michel Barnier teilte mit, die Fischer erhielten 15 Millionen Euro Hilfsgelder aus staatlichen und EU- Mitteln. Frankreich hatte in Brüssel die Aufhebung des seit 2005 geltenden Fangverbots gefordert. Französische Fischer verliehen diesen Forderungen in den vergangenen Wochen mit zahlreichen Hafenblockaden Nachdruck. Vor Ort wird nun mit weiteren Aktionen gerechnet. Lokalpolitiker bezeichneten das Fangverbot als “Katastrophe” für die Region.