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Frankreich: Chirac als Zeuge in Affäre um Scheinangestellte vernommen

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Frankreich: Chirac als Zeuge in Affäre um Scheinangestellte vernommen

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Der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac hat am Donnerstag vor einem Untersuchungsrichter als Zeuge zur Affäre um Scheinangestellte im Pariser Rathaus ausgesagt. Bereits im Vorfeld der Vernehmung hatte Chirac erklärt, er werde sich nicht zu Ermittlungen äußern, die seine Amtszeit als Präsident ab 1995 betreffen. Zu der Befragung erschien Chirac in Begleitung seines Anwalts.

In dem Ermittlungsverfahren geht es um Mitarbeiter der von Chirac gegründeten Partei RPR, die mittlerweile in der Regierungspartei UMP aufgegangen ist. In den neunziger Jahren sollen Beschäftigte der RPR formal als Angestellte im Pariser Rathaus geführt und von der Stadt bezahlt worden sein. Chirac war bis 1994 Vorsitzender der RPR und zwischen 1977 und 1995 Bürgermeister von Paris, hat aber wiederholt jegliches Fehlverhalten in dieser Zeit bestritten. Die Ermittlungen in der Affäre sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.