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Japan: Weltgrößtes Atomkraftwerk bleibt möglicherweise mehr als ein Jahr geschlossen

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Japan: Weltgrößtes Atomkraftwerk bleibt möglicherweise mehr als ein Jahr geschlossen

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Im japanischen Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa ist ein weiteres Leck entdeckt worden. Nach Angaben der Betreiber trat daraus leicht radioaktiv verseuchtes Wasser aus. Es bestehe aber keine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt, hieß es. Das Atomkraftwerk war bei einem Erdbeben am Montag beschädigt worden. In Folge kam es in der Anlage zu rund 50 Funktionsstörungen; unter anderem kippten Fässer mit radioaktivem Abfall um und ein Transformator geriet in Brand. Kashiwazaki-Kariwa ist das größte Atomkraftwerk der Welt. Die Stromversorgung in Japan basiert zu 30 Prozent auf Atomkraft.

Am Mittwoch verfügte der Bürgermeister von Nigata, den Betrieb des Atomkraftwerks vorübergehend zu stoppen. Nach Entdeckung des neuerlichen Lecks könnte die Anlage allerdings länger als ein Jahr geschlossen bleiben, bis eine Studie zur Reaktor-Sicherheit vorliegt. In Japan gibt es bereits Befürchtungen, dass es zu Stromengpässen kommen könnte.