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Verbraucherkommissarin will in Peking strengere Lebensmittelkontrollen fordern

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Verbraucherkommissarin will in Peking strengere Lebensmittelkontrollen fordern

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Gefälschte Zahnpasta aus China ist in einigen EU-Staaten zum Problem geworden. Am Mittwoch nahmen spanische Behörden knapp 700.000 Tuben aus den Supermarktregalen. Einige enthalten Substanzen von Frostschutzmitteln oder Bremsflüssigkeiten. Darüber hinaus stammt von allen Gesundheitsgefährdenden Produkten, die Brüssel im vergangenen Jahr gemeldet wurden, knapp die Hälfte aus China.

Deswegen will Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva auf bessere Kontrollen drängen. Sie reist dieses Wochenende nach Peking. Kuneva Erklàrte, “wir wenden die Sicherheitsregeln immer sorgsamer an. Darum kümmere ich mich in Europa. Es gibt keine anderen Standards für China. Aber ich hätte es gerne, dass sich Peking genau wie wir an die gleichen Standards hält. Das betrifft auch Zufallskontrollen sowie Kontrollen direkt an der Quelle.”

Kein leichtes Vorhaben, glaubt der Direktor der Europäischen Verbraucherschützerorganisation. Jim Murray warnt vor zu hohen Erwartungen: Es werde schwierig werden beim Besuch in China oder in jedem anderen Land, die Probleme an der Quelle zu stoppen. Für Exporteure und Importeure sei es sehr wichtig zu wissen, wenn etwas mit den Produkten nicht in Ordnung ist, dass das herausgefunden werde.

Laut den bestehenden Regeln mit der EU ist China dazu verpflichtet, den Herstellern genau auf die Finger zu schauen. Angesichts der Olympischen Spiele im kommenden Jahr könnte Peking zur besseren Zusammenarbeit bereit sein, um dadurch sein durch mehrere Gesundheitsskandale angekratztes Image aufzupolieren.